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Presseartikel



Wie Lernblockaden zu beseitigen sind. Aufschlussreicher Vortrag mit Petra M. Schmidt

Ottersberg (v.m.). Was Eltern tun können, um eine gute Grundlage für die Lernfähigkeit ihrer Kinder zu schaffen und Schwächen gezielt zu beheben, stellte Petra M. Schmidt in einem Vortrag dar, der in der Buchhandlung Froben stattfand.

Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin hat langjährige Berufserfahrung als Lerntrainerin in eigener Praxis. Wenn ein Kind in einer Krisenphase steckt, weil es den Stoff in der Schule nicht bewältigen kann, reagiert es mitunter wütend, aggressiv, desinteressiert oder gibt sich selbst auf. Wenn dann noch zusätzlich Kritik von den Eltern kommt, Belehrungen oder gar Bestrafung, führe das zu einer Verstärkung der Lernblockade mit dem Resultat "nichts geht mehr".

"In so einer Situation ist es wichtig, Kinder zu unterstützen, sie zu stärken", erklärt Petra M. Schmidt. Ziel müsse es sein, die Lernfähigkeit zu verbessern. Dem Lernen zuträglich sei es, wenn Kinder eine ausgewogene Ernährung bekämen, ausreichend Bewegung hätten und auch entspannen könnten (nicht vor dem Fernseher oder Computer). Außerdem könne die Lust am Lernen durch Lernspiele geweckt werden. Lerntests, fachliche Beratung und ein gezieltes Training seien hilfreich - auch um herauszufinden, mit welchen Methoden das Kind am besten lernen kann... "Lernen ist ein Vorgang, an dem Körper, Verstand, Seele und Motivation beteiligt sind", machte Petra M. Schmidt aufmerksam. Es sei wichtig, das Kind auf allen Ebenen zu fördern...

Die Sozialwissenschaftlerin gab den Eltern mit auf den Weg: "Zeigen Sie ihrem Kind, dass sie es so akzeptieren und lieben wie es ist, mit seinen Stärken und Schwächen."

Rotenburger Rundschau 19.02.03


Und Julia ist wieder Julia. Wenn Kinder Probleme mit dem Lernen haben

Rotenburg. "Lernschwierigkeiten bei Kindern - was können Eltern tun?" - Ein gelungener Vortrag von Dipl.-Sozialwissenschaftlerin Petra M. Schmidt fand im Versammlungsraum "Grübchen" der Schule am Grafel statt. Das Grübchen war wieder einmal mit über 50 interessierten Eltern und Lehrern gut besucht, zur Freude der Initiatoren des Fördervereins der Schule am Grafel.

Petra M. Schmidt berichtete anhand von Beispielen aus der Praxis, wie es möglich ist, unsere Kinder beim Lernen zu unterstützen und Lernschwierigkeiten zu erkennen.

Außer einer ausgewogenen, gesunden Ernährung, reichlich Wasser - nicht Limonade -, viel Bewegung an frischer Luft (Sauerstoff) sind ausreichende Pausen beste Voraussetzungen für ein unbeschwertes Lernen.

Ferner machte sie den Eltern bewusst, dass Kinder nicht immer mit Geduld gesegnet sind. Reagieren Kinder beim Lernen mit Wut, so ist das ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dann ist Geduld und Verständnis der Eltern gefragt und außerordentlich wichtig! Frau Schmidt wies darauf hin, dass Eltern diese Zusammenhänge auch an sich selbst beobachten können, zum Beispiel beim Aufbauen eines Schranks nach Anleitung. Wenn dieses nicht auf Anhieb klappt, wünschen auch die "Großen" keine Kritik sondern lieber Hilfe.

Außer an Geduld und Verständnis zu appellieren hielt die Referentin weitere leicht umsetzbare Tipps bereit, wie etwa das bekannte Konzentrationsspiel Memory oder einen sogenannten Punkteplan. Beim Punkteplan - gemeinsam mit den Kindern erstellt - sollen die Kinder einen Ansporn fürs Lernen bekommen und beim Erreichen einer bestimmten Punktzahl belohnt werden. Als Belohnung empfiehlt Schmidt, materielle Belohnungen zu vermeiden, dafür lieber familienfördernde Aktionen, wie einen kleinen Ausflug, umzusetzen. In Familien mit Geschwistern ohne Lernschwierigkeiten können die Geschwister auch einbezogen werden, indem sie für andere Ziele belohnt werden.

Die Beispiele aus der Praxis vermittelten immer wieder lebhaft den Bezug zur Theorie. So das Beispiel von Julia, die mit einer Schreib-/Leseschwäche zu Schmidt kam. Julia selbst bezeichnete sich als "Legasthenikerin". Selbst als ihre Schwächen schon längst behoben waren bremste dieses Selbstbild Julia immer noch in ihrer Entwicklung. Erst ein Ritual - der Begriff "Legasthenikerin" wurde symbolhaft verbrannt - brachte Julia wieder dazu sich selbst, sich als Julia zu sehen.

P.M. Schmidt machte deutlich, dass im Einzelfall immer wieder eine gemeinsame Beurteilung von Eltern, Lehrern und Experten zur Ursachenermittlung erforderlich sei, die dann auch gemeinsam angewandte Methoden zur Beseitigung der Lernschwierigkeiten nach sich ziehe...

Journal am Sonntag, 29.02.04




Von den Stärken und Schwächen des unruhigen Zappelphilipps. Sozialwissenschaftlerin und Lerntrainerin Petra M. Schmidt referierte vor Eltern in Selsingen

Selsingen (rsk). Auf Einladung des Fördervereins der Grundschule Selsingen sprach die Sozialwissenschaftlerin und Lerntrainerin Petra M. Schmidt am Donnerstagabend im Selsinger Gasthaus Heins. Thema: "Zappelphilipp, Träumerchen und Trotzkopf".

Die Referentin nahm gleich Kontakt zum Publikum auf fragte, wer unter den Zuhörern - die überwiegend Zuhörerinnen waren - einen Zappelphilipp, ein Träumerchen oder einen Trotzkopf unter seinen Kindern habe.

Aus den Beschreibungen dieser Kinder ergaben sich die typischen Verhaltensweisen der drei Gruppen: Der Zappelphilipp hat eine starke innere Unruhe, die oft verbunden ist mit Ablenkbarkeit; das Träumerchen träumt oft einfach weg und leidet häufig unter Konzentrationsschwierigkeiten; der Trotzkopf ist impulsiv, hat häufig Wutausbrüche und legt aggressive Verhaltensweisen an den Tag.

Die Referentin, die in Ottersberg in einer eigenen Praxis mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, erklärte, dass sich diese Gruppen im Alltag oft nicht sauber trennen ließen. Alle diese Kinder hätten jedoch eines gemeinsam: sie könnten sich schwer konzentrieren. Hier kam auch "ADHS" zur Sprache, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung...

Ein ganzes Bündel von Maßnahmen gegen diese Störungen stellte die Lerntrainerin anschließend vor. Wichtig sei die Umstellung der Ernährung... Hilfreich sei dabei ein Ernährungstagebuch, in das alle konsumierten Nahrungsmittel sowie das jeweilige Verhalten über einen gewissen Zeitraum eingetragen würden. So könne man Zusammenhänge erkennen.

Viele Kinder würden sich heutzutage zu wenig bewegen und zu viel fernsehen. "Fernsehen erstickt die Kreativität, Memory-Spielen dagegen stärkt die Konzentrationsfähigkeit", so die Referentin. Es sei erwiesen, dass Bewegung an frischer Luft die Stimmungslage verbessere.

Wichtig sei auch mehr Engagement der Väter bei der Erziehung. Vor allem bei älteren Jungen hätten die Väter mit ihren Hobbys und Interessen Vorbild-Funktion. Überhaupt sei es wichtig, dass die Eltern Vorbild seien. Was die Lernberaterin häufig von Kindern hört, zeigt, dass auch die Eltern an sich arbeiten müssen: "Mama sagt immer, ich soll mehr lesen, aber sie guckt ja auch so viel fern!"...

Um das soziale Verhalten zu verbessern, seien regelmäßige Familienkonferenzen geeignet, in denen jeder seine Meinung frei äußern dürfe "Die Kinder brauchen eine Mischung aus Lob und Anerkennung einerseits, aber ganz klare Grenzen auf der anderen Seite", erläutert die Referentin. Familienregeln wie: "Wer wütend ist geht in sein Zimmer, statt seine Wut an anderen auszulassen", seien einzuhalten.

In der Schule seien regelmäßige Schülerkonferenzen ebenfalls hilfreich. So könnten sich die Schüler als gleichwertig erfahren und ihre Meinung äußern - ohne aggressiven Rahmen. Auch ein Kummerkasten könne gute Dienste leisten...

Am Ende des Vortrags erarbeiteten alle gemeinsam die Stärken der drei Problemgruppen: Mit seiner Phantasie und Sensibilität können Träumerchen Philosophen oder Therapeuten werden. Aus dem Zappelphilipp kann dank seiner Kraft und Bewegungsfreude ein Sportler werden. Und was wird aus dem Trotzkopf, der immer mit dem Kopf durch die Wand will? Ein Politiker!

Den Eltern mit ihren zahlreichen Fragen und Anmerkungen stand die Referentin anschließend Rede und Antwort.

Zevener Zeitung, 08.05.04

 


Auch Zappelphilipps haben besondere Fähigkeiten. Vortrag über Aufmerksamkeitsstörungen mit reger Diskussion. Von unserer Mitarbeiterin Maike Rotermund.

Bülstedt. Interessiert verfolgten die rund 50 Mütter, Väter und Lehrer im Forum der Grundschule Bülstedt dein Vortrag über "Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und oppositionelles Verhalten". Der Elternrat der Grundschule Wilstedt hatte die Diplomsozialwissenschaftlerin Petra Schmidt eingeladen, im Rahmen eines Gesamtelternabends ein Referat zu diesem aktuellen Thema zu halten.

Denn Schüler zeigen zunehmend Verweigerungshaltungen, haben mit Unruhe zu kämpfen oder mit massiven Konzentrationsproblemen, die in der Schule zu Schwierigkeiten führen und auch in den Familien für Unstimmigkeiten sorgen. Die Ausführungen der Referentin basierten auf ihrer beruflichen Praxis als Lerntrainerin und der Unterrichtserfahrung mit Jugendlichen bei verschiedenen Bildungsträgern.

Sie sprach sich in ihrem aufschlussreichen Vortrag, der die Anwesenden später zu einer regen Diskussion motivierte, dafür aus, auffällige Schüler nicht mit dem Stempel "verhaltensgestört" oder "krank" zu versehen. Vielmehr solle man ermitteln, wie man in Familie und Schule die betroffenen Kinder und Jugendlichen unterstützen könne, ihre Schwierigkeiten zu meistern...

Die Referentin führte an dem Abend Lösungsmöglichkeiten für Schule, Familie und Freizeit vor, deren Umsetzung sich positiv auf unruhige, gedanklich abwesende oder sich oppositionell verhaltende Schüler auswirke. Neben Tipps zur Unterstützung des Lern-, Sozial- und Freizeitverhaltens hob sie den positiven Effekt einer wöchentlichen Familien- oder Klassenkonferenz hervor, bei der klare Regeln für das Zusammenleben und -arbeiten aufgestellt werden könnten und über Unstimmigkeiten gesprochen werden könne. Dabei sei es wichtig, betont sie, im Gespräch alle gleichberechtigt zu behandeln...

Wümme Zeitung, 06.03.04

© Petra Moira Schmidt